Informationen zu Covid-19 für Gastronomie

Informationen zu Covid-19 für Gastronomie

Hinweis! Auf dieser Seite finden Sie Informationen, die nach dem aktuellen Lockdown Gültigkeit haben. Derzeit gelten in Österreich Einreise-, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Gastronomie, Beherbergungs- und Freizeitbetriebe bleiben mindestens bis Ende Februar 2021 geschlossen. Wann eine Öffnung der Gastronomie und Hotellerie möglich ist, hängt von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Die Ausreise aus Tirol ist derzeit nur mit einem negativen Coronavirus-Test möglich. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Ausgenommen von der Maßnahme ist Osttirol.

1. Allgemeine Regelungen für die Gastronomie: Was gilt aktuell?

2. Hygienestandards: Welche Empfehlungen gibt es hierzu?

  • Reinigung von Bett- und Tischwäsche sowie Hand- und Badetüchern gemäß allgemein guter Hygienepraxis (GHP) bei mindestens 60 Grad.
  • Spezielle Reinigungsmittel sind nicht notwendig.
  • Dort, wo Wäschewaschen zu diesen Standards nicht garantiert werden kann (z.B. Schutzhütte) ist das Mitbringen von Material (Bettüberzüge, Hüttenschlafsack, Handtücher) durch die Gäste notwendig bzw. sollten die GastgeberInnen auf Tischwäsche verzichten.

3. Finanzielle Unterstützung: Wo kann ich Förderungen beantragen?

Die Bundes- sowie die Landesregierung haben für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ein Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt, das vier Eckpunkte hat:

  • Arbeitsplätze erhalten
  • Liquidität sichern
  • Soforthilfe für Selbständige ermöglichen
  • Geschäftseinbußen abfedern

Damit sollen Selbständige aller Branchen und Größenklassen unterstützt werden. Ein Überblick:

4. Verhaltensregeln für MitarbeiterInnen: Was gilt aktuell?

  • Mindestabstand von 1 Meter zwischen MitarbeiterInnen einhalten und auf Körperkontakt verzichten.
  • Auch bei vorhandenem Küchenbetrieb soweit wie möglich auf den Mindestabstand achten.
  • Enganliegenden Mund-Nasen-Schutz ist in allen allgemein zugänglichen Indoor-Bereichen, sofern keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist. In anderen Bereichen (z.B. Lager, Küche), wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und andere Maßnahmen nicht möglich sind, nur im Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Ausgenommen sind Personen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann. Ausgenommen sind Feuchträume wie Duschen und Schwimmhallen.
  • Klare Einweisung zu den Verhaltensregeln geben, um auch Weitergabe an die Gäste zu ermöglichen.
  • Wo möglich, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in konstante Teams einteilen, um im Ernstfall arbeitsfähig zu bleiben.
  • Information, dass MitarbeiterInnen verpflichtet sind, eine bekannte Ansteckung mit COVID-19 umgehend der Arbeitgeberin, dem Arbeitgeber mitzuteilen.

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5. Verhaltensregeln für Gäste: Was gilt aktuell und wie kann ich Regeln kommunizieren?

  • Mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Personen außerhalb der eigenen Besuchergruppe (max. 6 Personen in geschlossenen Räumen bzw. Max. 12 Personen im Freien, jeweils zuzüglich von insgesamt höchstens 6 minderjährigen Kindern oder Personen aus dem gemeinsamen Haushalt) halten
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutz (MNS) außer während des Verweilens am Verabreichungsplatzes (gilt sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freiluftbereich).
  • Im Vorfeld nach Möglichkeit Tisch reservieren.
  • Nach Möglichkeit kontaktlos zahlen. Rechnung vorzugsweise mit Karte begleichen.
  • Speisen und Getränke dürfen in geschlossen Räumen als auch im Freiluftbereich nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen konsumiert werden – ausgenommen sind Imbiss- und Punschstände. An Anweisungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten.
  • Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife mind. 30 Sekunden waschen.
  • Bei Anzeichen von Krankheit zu Hause bleiben.

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6. Besuchergruppen: Wie groß dürfen diese maximal sein?

Besuchergruppen dürfen vom Betreiber nur eingelassen werden, wenn sie:

  • im Innenbereich aus maximal sechs Personen bestehen (zuzüglich höchstens sechs minderjährige Kinder) oder ausschließlich aus Personen bestehen, die im gemeinsamen Haushalt leben.
  • im Außenbereich aus maximal zwölf Personen bestehen (zuzüglich sechs minderjährige Kinder) oder ausschließlich aus Personen bestehen, die im gemeinsamen Haushalt leben.

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7. Darf der Mindestabstand von einer Besuchergruppe zu einer anderen unterschritten werden?

  • Ja, wenn durch geeignete Schutzmaßnahmen zur räumlichen Trennung, das Infektionsrisiko minimiert werden kann.
  • Dies kann zum Beispiel durch Plexiglasscheiben oder andere massive Verbauten zwischen den Tischen erfolgen.
  • Die Mindesthöhe dieser Abtrennungen soll jedenfalls die Größe eines erwachsenen Menschen überschreiten.

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8. Sind Tischreservierungen in der Gastronomie verpflichtend?

  • Die Reservierung ist keine Vorschrift, sondern wird empfohlen. Es gibt daher auch keine Vorgaben, bis wann eine Reservierung zu erfolgen hat. Es wird jedoch empfohlen, möglichst frühzeitig zu reservieren.
  • Die Tischreservierung wird empfohlen, damit die Platzierung der Gäste im Lokal besser planbar ist, da zwischen den Gästegruppen der vorgegebene Mindestabstand von einem Meter einzuhalten ist.
  • Mit einer Reservierung ersparen sich die Gäste unter Umständen Wartezeiten und Stausituationen im Eingangsbereich, die vermieden werden sollen. 

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9. Gilt die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht auch in anderen Arbeitsbereichen des Gastronomiebetriebes (z.B. im Lager oder in der Küche)?

In anderen Arbeitsbereichen des Gastronomiebetriebes (z.B. im Lager oder in der Küche) ist die Verpflichtung zum Tragen von einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig.

10. Was gilt es in punkto Konsumation von Speisen und Getränken zu beachten?

  • Speisen und Getränke dürfen in geschlossen Räumen als auch im Freiluftbereich nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen konsumiert werden.
  • Nach der Sperrstunde dürfen im Umkreis von 50 Metern um Betriebsstätten des Gastgewerbes keine alkoholischen Getränke konsumiert werden.
  • An Tresen und Theken darf eine Konsumation nicht in unmittelbarer Nähe zur Ausgabestelle erfolgen.

11. Ab wie viel Uhr gilt die Sperrstunde?

  • In Tirol gilt eine Sperrstunde von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr.
  • Nach 22 Uhr darf auch in einem Umkreis von 50 Metern rund um den Betrieb nichts mehr konsumiert werden.
  • In diesem Zeitraum ist das Betreten von Gaststätten und des Gastronomiebereiches von Beherbergungsunternehmen für Kunden verboten.
  • Dies gilt nicht für die Abholung von Speisen, den Gassenverkauf und Würstelstände.
  • Das Betretungsverbot gilt explizit für KundInnen.
  • Betreiber und Mitarbeiter dürfen Nachbereitungstätigkeiten wie Aufräumen, Putzen auch nach 22 Uhr ausführen. Es darf allerdings kein Gast mehr in der Betriebsstätte sein.

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12. Registrierungspflicht: Was bedeutet sie für die Gastronomie?

  • Die Registrierungspflicht in der Gastronomie ist seit 19. Oktober 2020 gültig.
  • Gastwirte dürfen Kunden das Betreten des Lokals zur Konsumation von Speisen und Getränken nur dann erlauben, wenn die Kunden den Familien- und den Vornamen sowie die Telefonnummer bekannt geben.
    • Sofern eine Gästegruppe aus im selben Haushalt lebenden Personen (=Familie) besteht, genügt die Datenerfassung einer erwachsenen Person dieser Gruppe.
    • Bei nicht aus demselben Haushalt stammenden Gästen gilt die Datenerfassungspflicht für jeden einzelnen Gast.
    • Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt werden und sind nach Ablauf dieser Zeit zu vernichten.
    • Die Gästedaten sind im Falle einer Kontaktdatennachverfolgung den Gesundheitsbehörden verpflichtend zur Verfügung zu stellen.
  • Es bestehen für die Registrierung sowohl digitale Registrierungs- und Speichersysteme als auch die Möglichkeit einer handschriftlichen Eintragung in Formblätter
  • Der Betreiber bzw. dessen Mitarbeiter haben die Kontaktdaten mit Datum und Uhrzeit des Betretens des Lokals zu versehen und, soweit vorhanden, auch die Tischnummer der Kunden zu vermerken.
  • Der Gastwirt ist nicht zur Ausweiskontrolle seiner KundInnen verpflichtet, hat aber dafür Sorge zu tragen, dass eine Registrierung vorgenommen wird.
  • Eine reine Abholung ist keine verabreichende Tätigkeit (=zum unmittelbaren Verzehr), folglich besteht für diese Kunden keine Registrierungspflicht.
  • Viele Tourismusverbände bieten digitale Lösungen zur Gästeregistrierung an. Bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrem TVB.

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13. Buffets und Selbstbedienungsbereiche: Welche Maßnahmen sollen getroffen werden?

  • Buffets und Selbstbedienung sind gestattet, sofern durch besondere hygienische Vorkehrungen das Infektionsrisiko minimiert wird. 
  • Besondere hygienische Vorkehrungen können sein:
    • Entnahme mit Handschuhen für den einmaligen Gebrauch bzw.
    • nach Reinigung der Hände an einem Desinfektionsmittelspender unmittelbar vor der Buffetstation oder
    • mit Einwegvorlegbesteck.

Selbstbedienungsmöglichkeit Tabletts von Gästen nach jeder Benutzung reinigen.

  • Frontcooking ist mit Glasscheibe oder alternativer Trennung zum Gast möglich.

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14. Covid-19 Schulungen: Wer bietet diese an?

  • Die Wirtschaftskammer Tirol bietet Tourismusbetrieben an, ihre Mitarbeiter auf SAFE SERVICE zu schulen. Die Zertifikate mit dem neu initiierten SAFE SERVICE Logo werden gut sichtbar für die Gäste platziert.
  • Die Marke SAFE SERVICE steht für zuverlässig zertifiziertes Wissen rund um Abstandsregelungen, Hygiene & Co.
  • Sie schafft Vertrauen für Gäste und stellt letztlich einen wertvollen Wettbewerbsvorteil für Hotels, Pensionen, Restaurants, Cafes, Bars und Freizeiteinrichtungen dar.

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15. Welche Punkte muss ein Präventions-/Hygienekonzept beinhalten und ist dieses verpflichtend?

Für Betriebsstätten mit mehr als 50 tatsächlich zur Verfügung stehenden Sitzplätzen, ist (seit  1.11.) ein COVID-19-Beauftragter zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept zu erstellen. Dabei sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • spezifische Hygienevorgaben
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen
  • Regelungen betreffend die Verabreichung von Speisen und Getränken
  • Regelungen zur Steuerung der Besuchergruppen
  • Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen

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16. Küche: Welche besonderen Hygienemaßnahmen sind hier zu beachten?

  • Mindestabstand von einem Meter einhalten, bei den Arbeitsvorgängen in der Küche sowie auch zwischen Küchen- und Serviceteam. Wenn der Mindestabstand nicht möglich ist, sonstige Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Infektionsmöglichkeit ergreifen:
  • Arbeiten in den gleichen Teams.
  • Erhöhte Händehygiene und regelmäßige Reinigung/Desinfektion von Oberflächen, Arbeitskleidung regelmäßig reinigen.
  • Mund-Nasen-Schutz, wenn zwischen Arbeitgeberseite und Arbeitnehmerseite vereinbart.
  • Bei raumlufttechnischen Anlagen (wie mechanische Lüftungsanlagen) Folgendes beachten:
    • Anlagen mit Außenluft verwenden, die Außenluftvolumenströme nicht reduzieren.
    • Außenluftströme, wenn möglich, erhöhen.
    • Umluftanteile, soweit in den Anlagen vorhanden, zugunsten der Außenluftanteile soweit wie möglich reduzieren.
    • Wenn nur eine natürliche Lüftung vorhanden ist, regelmäßig lüften.

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17. Tischsetting und Reinigungstätigkeiten: Was ist hier besonders zu beachten?

  • Abwischbare Speise- und Getränkekarten oder Alternativen, wie z.B. Tafel bzw. Papiertischsets mit dem Angebot, digitale Karte für Smartphone des Gastes, bereitstellen.
  • Reinigung von Geschirr und Tischwäsche gemäß allg. Guter Hygienepraxis (GHP) bei mindestens 60 Grad. Spezielle Reinigungsmittel sind hierfür nicht notwendig.
  • Tischoberfläche, Stuhlrücken sowie -armlehnen nach jedem Gast reinigen bzw. Tischtuch wechseln.
  • Nach Erfahrung oft berührte Oberflächen, wie Tür- und Fenstergriffe, Lichtschalter etc. frequenzabhängig reinigen.
  • Regelmäßig, am besten mind. 1 mal pro Stunde, lüften bzw. Türen
  • offenhalten, soweit das Wetter dies erlaubt.
  • Bei Selbstbedienungsmöglichkeit Tabletts von Gästen nach jeder Benutzung reinigen.
  • In den Sanitäranlagen ausreichend Seife bereitstellen und Handtuchspender (Paper oder Stoff) oder sonstige hygienegeprüfte Handtrockensysteme bereitstellen
  • Bei Bedarf Abstandsmarkierungen am Boden und bei Waschbecken zur Einhaltung des Mindestabstands anbringen.

18. Après-Ski-Lokale: Was gilt hier aktuell?

Après-Ski in der bisherigen Form wird in der Wintersaison 2020/21 nicht stattfinden. Für Lokale gelten die allgemeinen Regeln der Gastronomie (z.B. Konsumation von Speisen und Getränken nur im Sitzen). Dichtes Zusammensitzen und -stehen, Gedränge und Tanzen sollen auf jeden Fall vermieden werden, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

19. Covid-19 Schulungen: Wer bietet diese an?

Die Wirtschaftskammer Tirol bietet allen Tourismusbetrieben an, MitarbeiterInnen in Sachen Covid-19 zu schulen. Dabei wird zertifiziertes Wissen rund um Abstandsregelungen, Hygiene & Co vermittelt. Die Zertifikate mit dem "SAFE SERVICE"-Logo werden gut sichtbar für die Gäste platziert.

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Darüber hinaus finden regelmäßig Schulungen der Vermieterakademie statt, welche unter dem Namen „Achtsamer Umgang mit dem Gast in Zeiten von COVID-19“ durchgeführt werden.

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