Informationen zu Covid-19 für Gastronomie

Informationen zu Covid-19 für Gastronomie

Hinweis! Derzeit gelten in Österreich Einreise-, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Für einzelne Gemeindegebiete bestehen lokale Ausreisetestpflichten. Gastronomie, Beherbergungs- und Freizeitbetriebe dürfen voraussichtlich am 19. Mai unter Auflagen öffnen.

1. Allgemeine Regelungen für die Gastronomie: Was gilt aktuell?

  • Beim Betreten eines Gastronomiebetriebes muss enweder ein Test gemacht werden oder ein gültiges negatives Testergebnis mitgebracht werden. Alternativ muss ein Impfzertifikat oder eine Bestätigung über eine durchgemachte Krankheit vorgewiesen werden.
  • Es besteht eine Registrierungspflicht aller Gäste unter Angabe von Namen und Kontaktdaten.
  • Abseits des zugewiesenen Sitzplatzes herrscht FFP2-Masken-Pflicht.
  • Eine Gästegruppe darf indoor aus max. 4 Erwachsenen (plus dazugehörige Kinder) und outdoor aus höchstens 10 Erwachsenen bestehen.
  • Zwischen Tischen mit Personen aus unterschiedlichen Gästegruppen muss ein Abstand von mind. 2 Metern eingehalten werden.
  • Der Verzehr von Speisen und Getränken an der Ausgabestelle (z.B. Bar) ist verboten.
  • Selbstbedienungsbuffets können unter Hygieneauflagen betrieben werden.
  • FFP2-Masken-Pflicht für MitareiterInnen. MitarbeiterInnen mit Kundenkontakt, die sich im Rahmen der Berufsgruppentestungen testen lassen, können statt einer FFP2-Maske einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Sperrstunde: 22.00 Uhr
  • Die Nachtgastronomie muss weiterhin geschlossen bleiben. Wann eine Öffnung der Gastronomie möglich ist, hängt insbesondere von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. 

2. Wer kontrolliert die Test- und Immunitätsnachweise?

Die BetreiberInnen müssen die Kontrolle der Testnachweise durchführen.

3. Wer zahlt eine Strafe bei Zuwiderhandlung in der Gastronomie?

Die BetreiberInnen müssen bei Nicht-Einhaltung der Schutzmaßnahmen mit hohen Strafen rechnen. Gestraft werden aber nicht nur die Gastronomen, sondern auch die KundInnen.

4. Welche Strafen erwarten mich bei Nichteinhaltung der Maßnahmen?

Die Polizei hat die Möglichkeit bei Missachtung der Abstandsregel oder der Maskenpflicht statt Erstattung einer Anzeige ein Organstrafmandat in Höhe von 90 Euro auszustellen. Die Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne ("Absonderung") fällt in die Zuständigkeit der anordnenden Bezirksverwaltungsbehörde. Etwaige Verstöße werden als Verwaltungsübertretung geahndet. Es können Geldstrafen bis zu 1.450 Euro verhängt werden. Darüber hinaus können die Bestimmungen der §§ 178 und 179 des Strafgesetzbuches (Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten) angewendet werden.

5. Welche Testnachweise gelten als Zutrittstests?

Entsprechend der aktuellen Regelungen sind die folgenden Testnachweise möglich:

  • Selbsttest mit digitaler Lösung: 24 h
  • Antigentest: 48h
  • PCR-Test: 72 h

6. Hygienestandards: Welche Empfehlungen gibt es hierzu?

  • Reinigung von Bett- und Tischwäsche sowie Hand- und Badetüchern gemäß allgemein guter Hygienepraxis (GHP) bei mindestens 60 Grad.
  • Spezielle Reinigungsmittel sind nicht notwendig.
  • Dort, wo Wäschewaschen zu diesen Standards nicht garantiert werden kann (z.B. Schutzhütte) ist das Mitbringen von Material (Bettüberzüge, Hüttenschlafsack, Handtücher) durch die Gäste notwendig bzw. sollten die GastgeberInnen auf Tischwäsche verzichten.

7. Covid-19 Schulungen für MitarbeiterInnen - Safe Service: Wer bietet diese an?

Die Wirtschaftskammer Tirol bietet Tourismusbetrieben an, ihre Mitarbeiter auf SAFE SERVICE zu schulen. Dabei wird zertifiziertes Wissen rund um Abstandsregelungen, Hygiene & Co vermittelt. Die Zertifikate mit dem neu initiierten SAFE SERVICE Logo werden gut sichtbar für die Gäste platziert.

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Darüber hinaus finden regelmäßig Schulungen der Vermieterakademie statt, welche unter dem Namen „Achtsamer Umgang mit dem Gast in Zeiten von COVID-19“ durchgeführt werden.

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8. Finanzielle Unterstützung: Wo kann ich Förderungen beantragen?

9. Verhaltensregeln für MitarbeiterInnen: Was gilt aktuell?

  • Mindestabstand von 2 Metern und auf Körperkontakt verzichten. Auch bei vorhandenem Küchenbetrieb soweit möglich darauf achten.
  • Für MitarbeiterInnen mit KundInnenkontakt gilt eine FFP2-Masken-Pflicht. MitarbeiterInnen mit Kundenkontakt, die sich im Rahmen der Berufsgruppentestungen testen lassen, können statt einer FFP2-Maske einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Die FFP2-Maske ist in allen allgemein zugänglichen Bereichen, sofern keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist. In anderen Bereichen (z.B. Lager, Küche), wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und andere Maßnahmen nicht möglich sind, nur im Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Ausgenommen sind Personen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann. Ausgenommen sind Feuchträume wie Duschen und Schwimmhallen.
  • Klare Einweisung zu den Verhaltensregeln geben, um auch Weitergabe an die Gäste zu ermöglichen.
  • Wo möglich, MitarbeiterInnen in konstante Teams einteilen, um im Ernstfall arbeitsfähig zu bleiben.
  • Information, dass MitarbeiterInnen verpflichtet sind, eine bekannte Ansteckung mit COVID-19 umgehend der Arbeitgeberin, dem Arbeitgeber mitzuteilen.

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10. Verhaltensregeln für Gäste: Was gilt aktuell und wie kann ich Regeln kommunizieren?

  • Beim Betreten des Gastronomiebetriebes muss enweder ein Test gemacht werden oder ein gültiges negatives Testergebnis mitgebracht werden. Alternativ muss ein Impfzertifikat oder eine Bestätigung über eine durchgemachte Krankheit vorgewiesen werden.
  • Es besteht eine Registrierungspflicht aller Gäste unter Angabe von Namen und Kontaktdaten.
  • Tragen einer FFP2-Maske, außer während des Verweilens am Verabreichungsplatzes (gilt sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freiluftbereich).
  • Eine Gästegruppe darf indoor aus max. 4 Erwachsenen (plus dazugehörige Kinder) und outdoor aus höchstens 10 Erwachsenen bestehen. Mindestens 2 Meter Abstand zu anderen Personen außerhalb der eigenen Gruppe.
  • Speisen und Getränke dürfen in geschlossen Räumen nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen konsumiert werden. Der Konsum an Ausgabestellen (Bars) ist nicht erlaubt.

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11. Besuchergruppen: Wie groß dürfen diese maximal sein?

  • Im Innenbereich maximal vier Personen (zuzüglich minderjährige Kinder).
  • Im Außenbereich maximal zehn Personen (zuzüglich minderjährige Kinder).
  • Zwischen den Personen fremder Tische muss ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden.

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12. Sind Tischreservierungen in der Gastronomie verpflichtend?

  • Die Reservierung ist keine Vorschrift, sondern wird empfohlen. Es gibt daher auch keine Vorgaben, bis wann eine Reservierung zu erfolgen hat. Es wird jedoch empfohlen, möglichst frühzeitig zu reservieren.
  • Die Tischreservierung wird empfohlen, damit die Platzierung der Gäste im Lokal besser planbar ist, da zwischen den Gästegruppen der vorgegebene Mindestabstand von einem Meter einzuhalten ist.
  • Mit einer Reservierung ersparen sich die Gäste unter Umständen Wartezeiten und Stausituationen im Eingangsbereich, die vermieden werden sollen. 

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13. Gilt die FFP2-Maskenpflicht auch in anderen Arbeitsbereichen des Gastronomiebetriebes (z.B. im Lager oder in der Küche)?

Die FFP2-Maskenpflicht gilt nur bei Kundenkontakt. Für MitarbeiterInnen ohne Kundenkontakt, etwa in der Küche oder dem Lager kommen die allgemeinen Regeln hinsichtlich des Betretens der Betriebsstätte zur Anwendung.

14. Was gilt es bei der Konsumation von Speisen und Getränken zu beachten?

  • In geschlossenen Räumen darf die Konsumation nur im Sitzen erfolgen.
  • Konsumation an der Ausgabestelle (Bar) ist nicht erlaubt.
  • Für Imbisslokale gilt: Keine Konsumation direkt bei der Ausgabestelle. 
  • Sperrstunde: 22 Uhr

15. Ab wie viel Uhr gilt die Sperrstunde?

  • In Tirol gilt eine Sperrstunde von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr.
  • Nach 22 Uhr darf auch in einem Umkreis von 50 Metern rund um den Betrieb nichts mehr konsumiert werden.
  • In diesem Zeitraum ist das Betreten von Gaststätten und des Gastronomiebereiches von Beherbergungsunternehmen für Kunden verboten.
  • Dies gilt nicht für die Abholung von Speisen, den Gassenverkauf und Würstelstände.
  • Das Betretungsverbot gilt explizit für KundInnen.
  • BetreiberInnen und MitarbeiterInnen dürfen Nachbereitungstätigkeiten wie Aufräumen, Putzen auch nach 22 Uhr ausführen. Es darf allerdings kein Gast mehr in der Betriebsstätte sein.

16. Registrierungspflicht: Was bedeutet sie für die Gastronomie?

  • Es besteht eine Registrierungspflicht aller Gäste unter Angabe von Namen und Kontaktdaten.
  • Gastwirte dürfen Kunden das Betreten des Lokals zur Konsumation von Speisen und Getränken nur dann erlauben, wenn die Kunden den Familien- und den Vornamen sowie die Telefonnummer bekannt geben.
  • Bei nicht aus demselben Haushalt stammenden Gästen gilt die Datenerfassungspflicht für jeden einzelnen Gast.
  • Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt werden und sind nach Ablauf dieser Zeit zu vernichten.
  • Die Gästedaten sind im Falle einer Kontaktdatennachverfolgung den Gesundheitsbehörden verpflichtend zur Verfügung zu stellen.
  • Der BetreiberInnen bzw. MitarbeiterInnen sind dazu angehalten, die Kontaktdaten mit Datum und Uhrzeit des Betretens des Lokals zu versehen und, soweit vorhanden, auch die Tischnummer der Kunden zu vermerken.
  • Eine reine Abholung ist keine verabreichende Tätigkeit (=zum unmittelbaren Verzehr), folglich besteht für diesen Bereich keine Registrierungspflicht.
  • Viele Tourismusverbände bieten digitale Lösungen zur Gästeregistrierung an. Bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrem TVB.
  • Die Kontakterfassung von Gästen kann in Papierform und/oder mit Hilfe einer dafür vorgesehenen App erfolgen (z.B.: QR-Code am Tisch, oÄ). Hier finden Sie wichtige Links:
  • Drucksorten der Tirol Werbung zum Download
  • Muster für eine Kontakterfassung inklusive Datenschutzerklärung
  • Liste mit APPs/Software zur Kontakterfassung

17. Buffets und Selbstbedienungsbereiche: Welche Maßnahmen sollen getroffen werden?

  • Buffets und Selbstbedienung sind gestattet, sofern durch besondere hygienische Vorkehrungen das Infektionsrisiko minimiert wird. 
  • Besondere hygienische Vorkehrungen können sein:
    • Entnahme mit Handschuhen für den einmaligen Gebrauch bzw.
    • nach Reinigung der Hände an einem Desinfektionsmittelspender unmittelbar vor der Buffetstation oder
    • mit Einwegvorlegbesteck.

Selbstbedienungsmöglichkeit Tabletts von Gästen nach jeder Benutzung reinigen.

  • Frontcooking ist mit Glasscheibe oder alternativer Trennung zum Gast möglich.

18. Welche Punkte muss ein Präventions-/Hygienekonzept beinhalten und ist dieses verpflichtend?

Hinweis! Die Präventionskonzepte wurden auf Basis der Regelungen der COVID-19-Maßnahmenverordnung erstellt und bilden daher die Sach- und Rechtslage vom Herbst 2020 ab. Da derzeit noch unklar ist, wie die Auflagen für eine nunmehrige Wiedereröffnung konkret ausgestaltet werden, befinden sich die Präventionskonzepte derzeit noch in Bearbeitung.

19. Küche: Welche besonderen Hygienemaßnahmen sind hier zu beachten?

  • Mindestabstand von 2 Metern einhalten, bei den Arbeitsvorgängen in der Küche sowie auch zwischen Küchen- und Serviceteam. Wenn der Mindestabstand nicht möglich ist, sonstige Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Infektionsmöglichkeit ergreifen:
  • Arbeiten in den gleichen Teams.
  • Erhöhte Händehygiene und regelmäßige Reinigung/Desinfektion von Oberflächen, Arbeitskleidung regelmäßig reinigen.
  • Mund-Nasen-Schutz, wenn zwischen Arbeitgeberseite und Arbeitnehmerseite vereinbart.
  • Bei raumlufttechnischen Anlagen (wie mechanische Lüftungsanlagen) Folgendes beachten:
    • Anlagen mit Außenluft verwenden, die Außenluftvolumenströme nicht reduzieren.
    • Außenluftströme, wenn möglich, erhöhen.
    • Umluftanteile, soweit in den Anlagen vorhanden, zugunsten der Außenluftanteile soweit wie möglich reduzieren.
    • Wenn nur eine natürliche Lüftung vorhanden ist, regelmäßig lüften.

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20. Tischsetting und Reinigungstätigkeiten: Was ist hier besonders zu beachten?

  • Abwischbare Speise- und Getränkekarten oder Alternativen, wie z.B. Tafel bzw. Papiertischsets mit dem Angebot, digitale Karte für Smartphone des Gastes, bereitstellen.
  • Reinigung von Geschirr und Tischwäsche gemäß allg. Guter Hygienepraxis (GHP) bei mindestens 60 Grad. Spezielle Reinigungsmittel sind hierfür nicht notwendig.
  • Tischoberfläche, Stuhlrücken sowie -armlehnen nach jedem Gast reinigen bzw. Tischtuch wechseln.
  • Nach Erfahrung oft berührte Oberflächen, wie Tür- und Fenstergriffe, Lichtschalter etc. frequenzabhängig reinigen.
  • Regelmäßig, am besten mind. 1 mal pro Stunde, lüften bzw. Türen
  • offenhalten, soweit das Wetter dies erlaubt.
  • Bei Selbstbedienungsmöglichkeit Tabletts von Gästen nach jeder Benutzung reinigen.
  • In den Sanitäranlagen ausreichend Seife bereitstellen und Handtuchspender (Paper oder Stoff) oder sonstige hygienegeprüfte Handtrockensysteme bereitstellen
  • Bei Bedarf Abstandsmarkierungen am Boden und bei Waschbecken zur Einhaltung des Mindestabstands anbringen.

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