Bestimmungen zu Corona für Seilbahnbetriebe

Bestimmungen zu Corona für Seilbahnbetriebe

FAQs für Seilbahnbetriebe

1. Präventionskonzept: Ist es verpflichtend und was muss es beinhalten?

  • Gemäß der Covid-19-Öffnungsverordnung sind Tourismus-Betriebe dazu verpflichtet, ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.
  • Ein Muster-Präventionskonzept des Tourismusministeriums soll dabei unterstützen.
  • Online ist das Dokument in der jeweils aktuellsten Fassung hier abrufbar.

Vorlagen für Präventionskonzepte

2. Finanzielle Unterstützung: Wo kann ich Förderungen beantragen?

3. Verhaltensregeln für MitarbeiterInnen: Was gilt aktuell?

  • In jeder Station wird der Ein- und Ausstiegsbereich von einem besonders unterwiesenen Mitarbeiter des Seilbahnunternehmens beaufsichtigt, der erforderlichenfalls sofort in den Ablauf einwirken kann und laufend informieren sowie für einen ruhigen und kontinuierlichen Ablauf sorgen kann.
  • Wenn Mitarbeiter krank sind, dürfen sie nicht zur Arbeit kommen.
  • Gute und laufende Durchlüftung von Räumlichkeiten und häufige Reinigung des Arbeitsplatzes.
  • Erste-Hilfe-Räume dürfen nur von möglichst wenigen Mitarbeitern gleichzeitig betreten werden.
  • Nach jeder Verletztenversorgung werden die verwendeten Ausrüstungsgegenstände sowie die Kontaktflächen der verwendeten Geräte und Gegenstände gereinigt und desinfiziert.

4. Verhaltensregeln: Was gilt aktuell?

  • Bei der Benützung von Seil- und Zahnradbahnen, Massenbeförderungsmitteln und in den dazugehörigen Stationen, Haltestellen sowie deren jeweiligen Verbindungsbauwerken ist in geschlossenen Räumen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. 
  • Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr benötigen keine Maske.
  • BetreiberInnen und MitarbeiterInnen von Seilbahnen mit unmittelbarem Kundenkontakt müssen am Arbeitsort in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern das Infektionsrisiko nicht durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen minimiert wird.

5. Covid-19 Schulungen für MitarbeiterInnen: Wer bietet diese an?

  • Grundsätzlich sind Mitarbeiter über die aktuellen Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente nachweislich zu schulen.
  • Viele Tiroler Seilbahnbetriebe haben bereits geschulte Corona-Sicherheitsbeauftragte in ihrem Betrieb. Entsprechende Schulungsangebote werden von verschiedenen Institutionen angeboten (bspw. Online-Lehrgang des Roten Kreuz Wien, WIFI Österreich, Online-Lehrgang dieWeiterbilder, gutwinski)

6. Was ist zu tun, wenn eine Person das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verweigert? Gibt es Sanktionsmöglichkeiten?

  • Der Zustieg in das Fahrzeug ist zu verweigern.
  • Die MitarbeiterInnen (Parkplatz, Kassa, Maschinisten, Stationsbedienstete, …) weisen die Fahrgäste auf die Regelung hin.
  • Gegebenenfalls können die Behörden verstärkte Kontrollen vornehmen und uneinsichtige Gäste abmahnen bzw. strafen. 
  • Durch gut sichtbare Aushänge an allen Stationen und durch die Information der Mitarbeiter werden Fahrgäste auf die Maskenpflicht bei Beförderung mit Liften und Seilbahnen hingewiesen.

7. Gibt es Kapazitätsbegrenzungen?

Die Einschränkung der möglichen Beförderungskapazität in geschlossenen Fahrbetriebsmitteln entfällt mit 1. Juli 2021. 

8. Online Ticketing: Warum sollte ich Lift-Tickets (auch) online anbieten?

Viele Gäste erwarten sich, dass Tickets online gekauft werden können – auf diese Nachfrage sollte entsprechend reagiert werden, da Ansteckungsmöglichkeiten minimiert werden:

  • Der Kartenverkauf ist, wenn möglich, online zu organisieren.
  • Empfehlung: entsprechende Onlineservices einzurichten
  • Aktive Kommunikation auf verschiedensten Kanälen (betrieblichen Telefonhotlines, Website, Social-Media Kanälen usw.)

9. Im Krankheitsfall: Wer könnte vorübergehend die Betriebsleitung fortführen?

Das österreichische Bundesgesetz über Seilbahnen (SeilbG 2003) sieht vor, dass das Seilbahnunternehmen für jede Seilbahn einen verantwortlichen Betriebsleiter (BL) sowie Betriebsleiterstellvertreter (BL-Stv.) zu bestellen hat. Dabei sind u.a. folgende Punkte zu beachten:

  • Bestellung zum BL und/oder zum BL-Stv. darf für insgesamt nicht mehr als fünfzehn öffentliche Seilbahnen erfolgen.
  • Die Bestellung als verantwortlicher BL ist für acht öffentliche Seilbahnen beschränkt. Unter der Voraussetzung, dass diese in angemessener Zeit (Richtwert 20 Minuten) vom jeweiligen Standort des Betriebsleiters aus erreichbar sind.
  • Ein Betriebsleiter muss das Alter von 21 Jahren vollendet haben.
  • Für den Nachweis der fachlichen Eignung muss die systembezogene Qualifikation als Maschinist, die erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung über einen Ausbildungslehrgang für Betriebsleiter, die systembezogene Einschulung in der Landesberufsschule Hallein und eine entsprechende Vorverwendung (dreimonatig und facheinschlägig) vorliegen.

10. Regelungen für Bergrestaurants: Was gilt aktuell?

Details dazu finden Sie im Info-Bereich für Gastronomiebetriebe.

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